Donnerstag, 27. September 2012

Von einem Ende Berlins, von Spandau, bzw. Kladow, also vom Südwesten Berlins, sind wir heute zum anderen Ende Berlins, sogar über die östlichen Grenzen Berlins hinaus, zum Zementwerk Rüdersdorf gefahren. Fast 2,5 h brauchten wir um quer durch die ganze Stadt zu fahren. Glücklicherweise hörte der Regen genau dann auf als wir endlich an unser Ziel gelangt waren.
Wir lernten alles über den Kalkstein, der nicht nur als Muschelkalk Material für Bildhauerarbeiten oder Steinplatten, sondern die Grundlage für die unterschiedlichsten Baustoffe wie Zement oder Beton bildet. In Berlin spielt Rüdersdorfer Zement die wichtigste Rolle als Rohstofflieferant.
Die alten Öfen: ganz aus Kalkstein gemauert

Die neueren Öfen: bestehen aus Ziegeln

Beschüttungsloch





Am Vormittag besuchten wir das Industriemuseum des Werkes und konnten lernen wie man anfangs und später den Kalkstein gebrannt hat. Aber nicht nur die alten aufwändigen Produktionsmethoden, sondern vor allem die Gebäude des alten Zementwerkes haben uns sehr beeindruckt!!!!
Am Nachmittag besuchten wir das Kalksteinmuseum.
Solche Muschelablagerungen wollten wir finden!

Dazu mussten wir vorschriftsmäßig gekleidet sein: Helm, Weste und Schutzbrille.

Dann ging es mit dem Geländewagen in den Steinbruch.



Gefunden haben wir hier viel, herausschlagen konnten wir aber nur wenig, schließlich sind auch die Muschel zu Kalkstein geworden und mit dem anderen Gestein untrennbar verbunden.

Eine gute Ausrüstung!!
Kalkstein entstand vor 250 Millionen Jahren, als die Gegend um Berlin noch auf dem 30. Breitengrad lag, hier tropische Temperaturen herrschten und aus dem Urmeer Salzwasser in die damaligen Senke des heutigen Mitteldeutschlands floss. Millionen von Jahren lagerten sich Muschel und andere Schalentierreste am Meeresboden ab, wurden von Sand überspült und vom Druck des Wassers und späterer Erdschichten bis heute zu Kalkstein zusammengepresst. Die unterschiedlichen Schichten des Kalksteins setzen sich so unterschiedlich zusammen, dass sie auch ganz unterschiedlich verwendet werden. Geht ins Museum! Hier könnt ihr alles sehen, anfassen, lesen und lernen und später auch ausprobieren. Denn anschließend an die "Theorie" ging es zum Muschelsuchen in den Steinbruch.

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